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Was den CO2-Fußabdruck eines gestanzten Metallteils tatsächlich bestimmt

Formosa Stamping ·

Kurzantwort: Bei den meisten Stanzteilen übertrifft der im Rohmaterial gebundene Kohlenstoff die Emissionen des Stanzprozesses selbst bei Weitem, weshalb Werkstoffwahl und Ausschussreduzierung für den CO2-Fußabdruck wichtiger sind als Presseneffizienz oder Faktoren auf Werksebene.

Einkäufer, die nach dem CO2-Fußabdruck eines Stanzteils fragen, denken oft an den Pressvorgang selbst, doch bei den meisten gestanzten Metallteilen stammt der größte Anteil des gebundenen Kohlenstoffs aus der Herstellung des Rohmaterials – lange bevor das Coil überhaupt eine Presse erreicht.

Die Rohmaterialherstellung ist meist der dominierende Faktor

Die Herstellung von Stahl und Aluminium ist energieintensiv, und die Emissionen der Primärmetallproduktion (im Gegensatz zu Recyclinganteilen) übersteigen typischerweise den Stromverbrauch beim Stanzen, Umformen und Veredeln des Teils um ein Vielfaches. Damit hat die Werkstoffwahl – Güte und Recyclinganteil – mehr CO2-Wirkung als die meisten Entscheidungen auf Prozessebene, auf die ein Einkäufer zuerst achten mag.

Die Ausschussquote vervielfacht die materialbedingte CO2-Wirkung direkt

Da die Materialherstellung den Großteil des gebundenen Kohlenstoffs trägt, haben die Schachtelungseffizienz und die gesamte Ausschussquote eines Teils einen überproportionalen Einfluss auf den Gesamtfußabdruck – jeder Prozentpunkt Material, der als Ausschuss anfällt, nimmt den entsprechenden Anteil an vorgelagertem Kohlenstoff mit. Unser Leitfaden zu Materialabfallminimierung und Schachtelungseffizienz beschreibt, wie dieser Abfall üblicherweise in der Konstruktions- und Streifenbildphase reduziert wird.

Recyclinganteil und Schrottrecycling schließen einen Teil des Kreislaufs

Stahl und die meisten für das Stanzen relevanten Metalle sind gut recycelbar, und der beim Stanzen anfallende Schrott wird typischerweise in den Recyclingkreislauf zurückverkauft statt deponiert, was einen Teil des materialbedingten Fußabdrucks ausgleicht – allerdings besteht das Teil des Käufers selbst in der Regel nicht zu 100 % aus Recyclingmaterial, es sei denn, es wurde gezielt so beschafft. Siehe unseren Leitfaden zur Wirtschaftlichkeit des Metallschrott-Recyclings beim Stanzen, wie dieser Recyclingkreislauf kommerziell üblicherweise funktioniert.

Der Transport ist ein realer, aber meist kleinerer Faktor als die beiden vorgenannten

Der Seetransport von Stanzteilen verursacht reale CO2-Kosten, ist pro Masseneinheit des Produkts bei einem typischen gestanzten Metallteil aber im Allgemeinen kleiner als der im Rohmaterial gebundene Kohlenstoff – die bloße Verkürzung der Lieferkettendistanz überwiegt als Hebel zur CO2-Reduzierung daher selten Verbesserungen bei Werkstoff und Ausschussquote.

Häufig gestellte Fragen

Verringert der Einsatz einer energieeffizienteren Presse den CO2-Fußabdruck eines Stanzteils spürbar?

Sie hat eine gewisse Wirkung, doch bei den meisten Teilen ist der im Rohmaterial gebundene Kohlenstoff ein größerer Faktor als der Pressenstromverbrauch, sodass Werkstoffwahl und Ausschussreduzierung typischerweise größere CO2-Einsparpotenziale bieten als Verbesserungen der Presseneffizienz allein.

Ist es möglich, Stanzteile gezielt aus Stahl oder Aluminium mit Recyclinganteil zu beziehen?

In manchen Fällen ja, abhängig vom Produktprogramm des Walzwerks und den geforderten mechanischen Eigenschaften, wobei Verfügbarkeit und Kosten von Recyclinganteilen je nach Werkstoffgüte variieren – dies sollte gezielt in den Gesprächen zur Materialbeschaffung angesprochen werden, statt es als Standardoption vorauszusetzen.

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